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WIM - Wirbelsäuleninstitut München
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Axia-LIF ™

Bei fortgeschrittenem Bandscheibenverschleiß (Osteochondrose) im Segment L5/S1 (ggf. auch L4/5):
Die letzte Bandscheibe (L5/S1), d.h. das Übergangssegment zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein/Becken steht mit dem Beginn des Laufens als Kleinkind im Mittelpunkt der Belastung. Darum zeigen sich gerade hier häufig und teilweise schon in frühen Jahren Verschleißerscheinungen, die zu einem fast totalen Aufbrauch der Bandscheibe führen können. Mit etwa gleicher Häufigkeit kann auch die vorletzte Bandscheibe (L4/5) betroffen sein. In solchen Fällen spricht man von einer schweren Osteochondrose.

Durch die starke Höhenminderung des Zwischenwirbelraums kommt es zu einer Überlastung und damit vorschnellem Verschleiß der Wirbelgelenke sowie zu einer Einengung der Nervenaustrittskanäle. Neben einem hartnäckigen und konservativ meist therapieresistenten Rückenschmerz gesellt sich daher häufig noch eine Ausstrahlung ins Bein hinzu. Das verschlissene Segment ist damit auch in der Bewegung deutlich eingeschränkt, durch die Zerstörung der Bandscheibe kommt es jedoch zu einer schmerzhaften Restbeweglichkeit, die man als Mikroinstabilität bezeichnet. Schreitet der Verschleißprozess in der Bandscheibe und der Instabilitätsprozess fort, so können die Wirbel auch übereinandergleiten, man spricht von einer Makroinstabilität oder sog. Spondylolisthesis.

In solchen Fällen hilft therapeutisch einzig und allein die Versteifung der zwei oder mehr betroffenen Wirbel. Diese erfolgte bisher in der Regel in Form einer sehr aufwändigen Operation, der sog. dorsoventralen Fusion oder Spondylodese. Dabei wird zunächst von vorne, durch den Bauchraum, die krankhafte Bandscheibe ersetzt und der Defekt mit Eigenknochen oder einem Titanblock aufgefüllt. Anschließend werden von hinten über ein Schrauben-Stab-System zwei Wirbel miteinander verschraubt.

Hierbei wird nur über einen kleinen Schnitt neben dem Steißbein eine Schraube vor dem Kreuzbein (Sacrum) hochgeführt und dann zwischen den zwei betroffenen Wirbeln eingebracht. Zuvor wird mit einem speziellen feinen Instrumentarium die defekte Bandscheibe ausgeräumt und mit Eigenknochen, der aus den Bohrkanälen gewonnen wird, aufgefüllt.

Die Operationszeit ist im Vergleich zur herkömmlicher Operation kürzer, der Patient kann bereits wenige Stunden nach dem Eingriff wieder aufstehen und das Krankenhaus nach wenigen Tagen verlassen. Das Verfahren ist sehr schonend und risikoarm.

Eine aufwändige Operation von hinten durch die Muskeln, die Einbringung von Schrauben und Stäben sowie der Zugang durch den Bauch können vermieden werden. Der Patient benötigt anschließend kein Korsett.

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