Disc-FX™ System ("4 in 1")
Fa. Ellman Innovations, NY
Bei Bandscheibenvorwölbungen und -vorfällen an der LWS
Zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen oder -vorwölbungen an der LWS bestand bisher die Wahl zwischen zwei verschiedene Therapieverfahren: Zum einen die mechanischen Verfahren wie die "klassische" minimalinvasive Nukleotomie, mit Entfernung des vorgefallenen Bandscheibengewebes über Mikro-Zangen, und zum anderen die thermischen Verfahren wie IDET und Acutherm. Diese können vorgewölbtes Bandscheibengewebe durch Hitzeeinwirkung gezielt schrumpfen (sog. "Shrinking").
Als neues und innovatives Verfahren stellt das Disc-FX™ System eine Kombination aus beiden Verfahren dar und kann somit die Effektivität der Therapie deutlich erhöhen.
Die oben genannten Bandscheibenveränderungen verursachen einen tiefsitzenden Kreuzschmerz mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine. Sollte es durch die üblichen konservativen Maßnahmen wie Krankengymnastik und Injektionstherapie zu keiner deutlichen Beschwerdelinderung kommen, so steht mit dem Disc-FX™ System ein innovatives, minimalinvasives Verfahren zur Verfügung.
Nach dem Setzen einer Lokalanästhesie wird mit Hilfe einer Hohlnadel die geschädigte Bandscheibe punktiert, ohne dabei die angrenzenden
Strukturen zu verletzen. Durch das Einspritzen von Kontrastmittel werden die geschädigte Bandscheibe und das "kranke" Bandscheibengewebe
sichtbar gemacht (Discographie). Anschließend stehen mehrere Behandlungsprinzipien zur Verfügung wobei die verschiedenen Instrumente über
diese Hohlnadel, welche als Arbeitskanal dient, in die Bandscheibe eingeführt werden können.
Zum Einen kann mit einer millimetergroßen "Zange" direkt "krankes" Bandscheibengewebe, im Sinne einer Nucleotomie, mechanisch entfernt werden.
Ebenso kann hiermit schadhaftes Gewebe aus dem Faser-Ring der Bandscheibe entnommen werden.
Zum Anderen können mit der Radiofrequenztherapie zusätzlich "überschüssiges" Bandscheiben-Gewebe und die in den degenerativ veränderten
Faserring eingewachsenen Gefäße und Nerven zerstört werden und das kollagene Gewebe gefestigt werden.
Zum Abschluss kann über ein Endoskop der OP-Bereich inspiziert werden.
Der Eingriff wird in Analgosedierung durchgeführt, d.h. es ist keine Vollnarkose notwendig. Der Patient liegt während der Operation auf dem Bauch oder auf der Seite und wird ständig von einem erfahrenen Anästhesisten überwacht.
Bereits wenige Stunden nach dem Eingriff kann der Patient aufstehen. In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff ist das Tragen eines leichten Stützkorsetts sinnvoll. Nach wenigen Tagen ist bereits die Wiederaufnahme einer leichten Tätigkeit möglich. Eine allgemeine körperliche Schonung sollte in den anschließenden Wochen beherzigt werden, eine stationäre Rehamaßnahme ist jedoch nicht notwendig.
