Thermokoagulation der Wirbelgelenke
sog. Radiofrequenztherapie
Bei hartnäckigen Rückenschmerzen, bedingt durch gereizte u. verschlissene Wirbelgelenke:
Bei degenerativen Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) kommt es häufig zu lokaler Druckempfindlichkeit und Bewegungsschmerzen des entsprechenden Wirbelsäulenabschnitts; eine Schmerzausstrahlung in die Oberarme oder -schenkel kann vorkommen (pseudoradikulär).
Als ursächlich für den Schmerz ist die Kombination aus Arthrose, lokaler Entzündungsreaktion und Instabilität anzusehen.
Ziel der Facettenblockade ist eine Ausschaltung des Gelenkkapselschmerzes. Unter bildwandler- oder computertomographischer Kontrolle wird ein schmerz- und entzündungshemmendes Medikament an das entsprechende Wirbelgelenk gespritzt.
Tritt eine Besserung ein, so spricht dies für eine sog. Facettenthermokoagulation (oder auch Radiofrequenztherapie genannt), die mittels einer speziellen Thermosonde die
schmerzhaften Nervenfasern in der Gelenkkapsel verödet, um eine dauerhafte Besserung zu erzielen.
In der Regel sind z.B. an der Lendenwirbelsäule die 3 unteren Segmente (L3/4, L4/5 und L5/S1) bds. zu behandeln.
Diese Behandlung ist sehr schonend und kann ambulant und unter örtlicher Betäubung erfolgen.
