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WIM - Wirbelsäuleninstitut München
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Vertebro-, Kyphoplastie

Die Entkalkung des Knochens ist ein normaler Vorgang des Alterns. Insbesondere ältere Frauen sind nach den Wechseljahren und den dadurch bedingten Hormonumstellungen davon betroffen.

Heute gibt es eine Reihe von sehr guten Medikamenten, die eine Osteoporose effektiv behandeln können und nur einmal in der Woche oder gar Monat eingenommen werden brauchen. Trotzdem kann es gerade bei Unfällen oder Stürzen immer wieder zu Einbrüchen von Wirbelkörpern kommen, die äußerst schmerzhaft sind. Früher bestand die Behandlungsmöglichkeit ausschließlich in der Gabe von starken Schmerzmitteln und Immobilisierung des Patienten im Korsett oder gar Bett. Das ist gerade für einen alten Menschen sicher ein Dilemma, da durch die lange Ruhigstellung über mindestens drei Monate andere Probleme wie "weitere Schwächung der Muskulatur" oder "Herz-, Kreislaufprobleme" auftreten. Seit einigen Jahren gibt es daher alternativ ein sehr schonendes minimalinvasives Therapieverfahren: Die Vertebroplastie oder Kyphoplastie!

Bei der Vertebroplastie wird durch die Haut (perkutan) von hinten ein dünnes Röhrchen in den betroffenen Wirbelkörper eingeführt. Über dieses Röhrchen wird dann ein spezieller flüssiger Knochenzement eingebracht, der innerhalb weniger Minuten im gebrochenen Wirbel aushärtet und diesen wieder festigt. Der Eingriff wird üblicherweise in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt, prinzipiell ist jedoch auch nur eine lokale Anästhesie möglich. Der Patient kann bereits kurz nach der Operation wieder aufstehen und ist häufig sofort erheblich beschwerdegemindert bis schmerzfrei. Der Krankenhausaufenthalt ist sehr kurz, je nach Patientenbefinden kann das Verfahren auch ambulant durchgeführt werden.

Ist der Wirbelkörper insbesondere im vorderen Anteil stärker eingebrochen und resultiert dadurch eine deutliche Knickbildung der Wirbelsäule (Kyphose), so bietet sich die Kyphoplastie an. Dieses Verfahren wird prinzipiell wie die Vertebroplastie durchgeführt, nur wird vor dem Einspritzen des Knochenzementes ein Ballon eingeführt. Dieser wird vorsichtig aufgeblasen und der eingebrochene Wirbel damit wieder aufgerichtet. In die so geschaffene Höhle kann der Knochenzement zur Festigung des aufgerichteten Wirbels eingebracht werden. Die Nachbehandlung ist vergleichbar mit der Vertebroplastie.

Kontraindikationen für beide Verfahren sind eine gebrochene Wirbelkörper-Hinterkante mit Druck auf das benachbarte Rückenmark und dadurch entstandene Lähmungen. Der Bruch sollte zudem nicht älter als sechs Wochen sein.

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Bildgesteuerte Injektionstherapie
 
Bildgesteuerte Injektionstherapie

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